5. Mai 2019, Redaktion
Bei dem neuen Energieeffizienzprogramm der Stadt Wien soll der Fokus auf Gebäude und Mobilität gelegt werden. Bildquelle: Pixabay
Im Rahmen einer Veranstaltung präsentierte die Stadt Wien das SEP 2030, das Städtische Energieeffizienzprogramm. Dabei wird der Fokus auf Gebäude und Mobilität gelegt. Bis zum Jahr 2030 soll der Pro-Kopf-Energieverbrauch in Wien um 30 Prozent sinken.
Mit dem im Jänner 2019 im Gemeinderat beschlossenen, und Mitte April präsentierten Städtischen Energieeffizienzprogramm (SEP 2030) wurde ein umfangreicher Katalog mit 24 Maßnahmenpaketen und über 80 Instrumenten geschnürt. Die wichtigsten Handlungsfelder betreffen die Bereiche Mobilität, Gebäude und den Magistrat. 41 Prozent des Wiener Endenergieverbrauchs werden derzeit für Raumwärme und Warmwasserbereitung eingesetzt – geringfügig mehr als für Mobilität (37 Prozent). Die restlichen 22 Prozent werden für Prozesswärme und elektrische Anwendungen verwendet. Dementsprechend wird im Städtischen Energieeffizienzprogramm SEP 2030 die Aufmerksamkeit primär den Gebäuden und der Mobilität gewidmet, und dabei jenen Maßnahmen im eigenen Kompetenzbereich, die diesen Energieverbrauch nachhaltig reduzieren können. Um nicht nur den Energiebedarf, sondern auch den Energieverbrauch nachhaltig zu senken wird in Zukunft zusätzlich Augenmerk auf Qualitätssicherung kombiniert mit Information gelegt werden. Zu den Maßnahmen zur Sanierung von Wohn- und Dienstleistungsgebäuden gehört die Fortsetzung der Sanierungsinitiative, eine Neuausrichtung des Zielgruppenmarketings, Informationen zur Anpassung der Haustechnik bei/nach umfassender Sanierung und verbesserte Datengrundlagen für Dienstleistungsgebäude. Für Magistratsobjekte werden mittelfristige Sanierungspläne erstellt und umgesetzt. In diesem Zusammenhang ist ein Aktionsprogramm Heizungsoptimierung durchführen. Bis 2025 sind in allen Magistratsobjekten die Heizungssysteme hydraulisch zu optimieren (z.B. „hydraulischer Abgleich“ oder laufende Fehlerbehebung) mit Priorität auf die Optimierung „auffälliger“ Objekte. Auch in Gemeindebauten wird ein Schwerpunkt auf die Optimierung der Heizungssysteme gelegt.