Themennews

Themennews

Vorläufige Treibhausgasbilanz 2018

7. August 2019, Redaktion

Einmaleffekte oder „Trendwende“? Der Treibhausgasausstoß 2018 ist in Österreich nachweislich gesunken.

Das Österreichische Umweltbundesamt hat Ende Juli eine erste Abschätzung der Treibhausgasbilanz für 2018 vorgelegt. Demnach seien die Emissionen insbesondere aufgrund von Einmaleffekten um 3,8 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Die sogenannte Nahzeitprognose der Treibhausgas-Emissionen für das Jahr 2018 ist keine echte, vollständige Treibhausgasbilanz, sondern auf Basis der vorliegenden Energiebilanzen eine erste fundierte Berechnung. Demnach sind die heimischen Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2018 voraussichtlich um rund 3,8 % gegenüber 2017 gesunken. Sie wären damit ungefähr wieder auf dem Level von 2015 und 2016. Nach den vorläufigen Zahlen wurden in Österreich im Jahr 2018 rund 79,1 Mio. Tonnen Treibhausgase emittiert. Das Jahr 2018 war geprägt durch ein relativ hohes Wirtschaftswachstum (2,7 % real, bei 1,5 % Durchschnitt seit 2005) und einer milden Witterung (Heizgradtage: minus 9,5 % gegenüber 2017) geprägt. Diese sorgen u.a. dafür, dass der Öl- und Gasverbrauch im Gebäudebereich signifkant gesunken ist.  Gesunken sind die Emissionen im Sektor Gebäude mit einem Minus von – 6,7 % bzw. – 0,6 Mio. Tonnen.

Die Abnahme bei den Emissionshandelsbetrieben ist einerseits auf die geringere Stromproduktion in Gaskraftwerken (minus 0,5 Mio. Tonnen CO2) und andererseits auf den Rückgang in der produzierenden Industrie (minus 1,6 Mio. Tonnen CO2) zurückzuführen. Hierbei ist die Abnahme in der Eisen- und Stahlindustrie (Rohstahlerzeugung sank um 15 %) auf einen Wartungsstillstand in einem Hochofen der VOEST zurückzuführen.

Weiterführende Informationen:

​Umweltbundesamt: „Nowcast der Treibhausgas-Emissionen 2018“
Artikel Standard: Einmaleffekte oder „Trendwende“? Treibhausgasausstoß 2018 in Österreich gesunken 

Eine Initiative des Zukunftsforums SHL
info@meineheizung.at