03. September 2019, Redaktion
Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer wollen in den Klimaschutz investieren. Quelle: Pixabay
Mehrere Fachverbände der Wirtschaftskammer und der AK präsentierten im August Klimamaßnahmenvorschläge. Die WKO will insbesondere die Gebäudesanierungsrate erhöhen; die AK bis 2030 zehn Milliarden in den Klimaschutz investieren.
Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) will Anreize für Gebäudeinvestitionen, damit die Sanierungsrate steigt. Die Rate soll von 0,8 auf über 2 Prozent jährlich erhöht werden, etwa mithilfe neuer Steuer-Abschreibungs- und Absetzmöglichkeiten. Das Energieeffizienzgesetz sei ebenso reformbedürftig. Bei den steuerlichen Unterstützungen der getätigten Investitionen sollte darauf abgestellt werden, welche – durch entsprechende Nachweise belegte – Energie- und CO2-Einsparungen sie mit sich bringen, heißt es in einem gemeinsamen Positionspapier zur Überarbeitung des Bundes-Energieeffizienzgesetzes (EEffG) hinsichtlich des Energieträgers Strom und seines Einsatzes in Gebäuden. Von Absetzbeträgen in Verbindung mit der Einkommensteuer-Veranlagung könnten private Häuslbauer profitieren, Abschreibungen seien für Firmen geeignet. Vorstellbar sei eine Abschreibungsmöglichkeit über fünf Jahre nach der Investition – damit könnten auch private Investoren motiviert werden, bestehende Gebäude gesamtenergetisch zu verbessern. Man stelle die bisherigen Sanierungsschecks nicht infrage, doch müsse das System flexibler werden.
Die AK wiederum fordert in den nächsten zehn Jahren eine Milliarde pro Jahr für den Klimaschutz. Klimapolitik müsse sozial gerecht gestaltet werden. Zu den Schwerpunkten zählen die thermische Sanierung von Wohngebäuden und öffentlichen Gebäuden, die Förderung von mehr Energieeffizienz in den Betrieben sowie der Ausbau von Photovoltaik, Radinfrastruktur und Gelder für Forschungsförderung im Energie- und Klimaschutzbereich. Zwei Milliarden Euro seien für saubere Heiz- und Kühlsysteme sowie für die thermische Sanierung von Wohnungen vorzusehen, eine Milliarde Euro für die thermische Sanierung von Schulen, Krankenhäusern, öffentlichen Gebäuden, 500 Millionen Euro für die Förderung von mehr Energie-Effizienz in den Betrieben.
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