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Wärmewirtschaft für Klimamaßnahmen

4. Dezember 2019, Redaktion

Klimasektionschef Jürgen Schneider (2. v. l.) nahm den Neun-Punkte-Katalog der Verbände Austria Solar, Erneuerbare Energie Österreich, Österreichische Vereinigung des Sanitär- und Heizungsgroßhandels, Pro Pellets, VIZ, Wärmepumpe Austria und dem Zukunftsforum SHL begrüßend entgegen. Fotograf: Leo Hagen

Die Heizungsmodernisierung gehört zu den wichtigsten Hebeln für Klimaschutz in den eigenen vier Wänden. Das ist eine der wichtigsten Botschaften eines Appells zahlreicher Verbände der Wärmewirtschaft an die Politik. Ein konkreter Maßnahmenkatalog dient als Orientierungspunkt.

Anlässlich der laufenden Koalitionsgespräche richteten sieben Verbände der Wärmewirtschaft einen dringenden Appell an die politischen Vertreter, wirksame energie- und klimapolitische Ziele und Maßnahmen im kommenden Regierungsprogramm zu verankern. Die gemeinsame Erklärung wurde am 20. November an Sektionschef Jürgen Schneider vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus übergeben. In dem Neun-Punkte-Forderungspaket wollen die Verbände u.a. eine Verbesserung des Fördersystems. Darüber hinaus sollten die Förderungen auf Bundes- und Landesebene unbürokratisch und zentral über ein Webportal zu beantragen sein, modulartig (also auch auf Einzelmaßnahmen ausgerichtet) und ergebnisorientiert im Sinne einer CO2-Senkung strukturiert sein sowie mindestens 30 Prozent der Investitionen abdecken.

Weiter sollen eine Kombination aus steuerlichen Anreizen und ordnungsrechtlichen Maßnahmen einen entsprechenden Marktimpuls schaffen. Eine intelligent gestaltete, aufkommensneutrale Steuer- und Abgabenreform als sinnvollste und letztlich unvermeidbare Maßnahme wird ergänzt durch eine Verkürzung der Abschreibedauer neuer Heizungsanlagen. Empfohlen wird zudem die Senkung des Mehrwertsteuersatzes für nachhaltige Heizinvestitionen, während die derzeitige Förderung von Heizöl durch den erniedrigten Mineralölsteuersatz schrittweise abzubauen ist. Gleichzeitig tritt die Branche den verpflichtenden Austausch veralteter Heizanlagen flankiert durch einen „Heizungs-Check“ aller Geräte in Österreich ein. Hierfür wird als sinnvoll erachtet, eine bundesweite Heizungsdatenbank zu etablieren. Weiters wurde ein konkretes Maßnahmenbündel für sozial schwächer gestellte Haushalte vorgestellt, wie z.B. zinslose Darlehen, flexible Leasingmodelle und Haftungsübernahmen zur Refinanzierung von Energiesparmaßnahmen. Eine Verbesserung der Energieberatung sowie eine breit aufgestellte Aus- und Weiterbildungsoffensive sind ebenso Teil der Vorschläge.

Der im Vorfeld des Forderungspapiers abgehaltene Runde Tisch Wärmewirtschaft ist eine Plattform zahlreicher österreichischer Verbände der Wärmewirtschaft, die sich auf Initiative des Zukunftsforum SHL dem Austausch und der Koordination klimapolitischer Aktivitäten widmet. Sieben dieser Verbände haben sich auf einen „Maßnahmenkatalog für eine zukunftsfähige Wärmewirtschaft“ geeinigt: Austria Solar, Erneuerbare Energie Österreich, Österreichische Vereinigung des Sanitär- und Heizungsgroßhandels, Pro Pellets, VIZ (Verband der Installationszulieferindustrie), Wärmepumpe Austria und das Zukunftsforum SHL.

Weiterführende Informationen:

OTS-Presseaussendung

Verein Zukunftsforum Sanitär-Heizung-Lüftung
c/o Bundesinnung der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker
Schaumburgergasse 20/4
1040 Wien
Email: info@meineheizung.at

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