8. Jänner 2020, Redaktion
Ein „klimaneutrales“ Europa: Die EU will bis 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen erreichen, und dieses Ziel in einem „Klimagesetz“ verankern.
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellte am 11. Dezember den europäischen grünen Deal vor. Dieser wurde unter einigen Vorbehalten vom Europäischen Rat beschlossen und soll den Weg zur Klimaneutralität bis 2050 ebnen. Auch eine Verschärfung der Klimaziele 2030 ist dabei vorgesehen.
Der Europäische Green Deal umfasst zahlreiche Maßnahmen. Zu den wichtigsten Punkten des europäischen grünen Deals gehören:
Der Europäische Green Deal wurde gegen Ende der 25. UN-Klimakonferenz in Madrid vorgestellt und als Signal für eine ambitionierte Klima- und Energiepolitik Europas interpretiert. Diese war jedoch insgesamt ein Misserfolg. Insbesondere die USA, Brasilien, Saudi-Arabien und Australien, das derzeit eine beispiellose Hitzewelle sowie zerstörerische Waldbrände erlebt, blockierten viele Fortschritte. Die progressiven Staaten wie z.B. die EU oder Costa Rica waren zugleich nicht bereit, schlechte Kompromisse mit kontraproduktiver Wirkung zu beschließen. So musste etwa der Artikel 6 zum Einsatz von Marktmechanismen wieder verschoben werden.