EU – Zukunftsforum SHL https://www.zukunftsforumshl.at Vereinswebsite Thu, 06 Feb 2020 15:20:41 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://www.zukunftsforumshl.at/wp-content/uploads/2019/08/cropped-flavicon-32x32.gif EU – Zukunftsforum SHL https://www.zukunftsforumshl.at 32 32 Das Jahr des Green New Deals https://www.zukunftsforumshl.at/2020/02/06/das-jahr-des-green-new-deals/ Thu, 06 Feb 2020 15:17:06 +0000 https://www.zukunftsforumshl.at/?p=656

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Das Jahr des Green New Deals

6. Februar 2020, Redaktion

Im Dezember hat die EU-Kommission ihre Pläne für einen „Green New Deal“ vorgestellt.

Nach der Vorstellung des Green New Deals im Dezember 2019 blicken nun alle Augen gespannt auf die Umsetzung des ambitionierten Plans der EU-Kommission. Der Frühling 2020 leitet eine erste heiße Phase des Green New Deals ein, an dem die Arbeit der Kommission und ihres Klimaschwerpunkts genau verfolgt wird. Das behandelte Programm basiert auf sechs übergreifenden Zielen.  

Als zentrales Element des Deals für das erste Quartal gilt das Europäische Klimarecht zur Verankerung des Ziels der Klimaneutralität bis 2050 sowie der Schaffung des Fonds für einen gerechten Übergang. Ergänzt wird dieses Vorhaben durch einen Investitionsplan für den europäischen Grünen Deal, welcher Investitionen von 100 Milliarden Euro pro Jahr bis 2030 vorsieht. Mit Blick auf die diesjährige Klimakonferenz COP26 will die Kommission zudem einen Klimazielplan für 2030 (Q3/2020) entwickeln. 

Ein zweites großes Vorhaben der Kommission im ersten Quartal ist die Vorstellung der EU-Biodiversitätsstrategie für 2030, gemeinsam mit der Verabschiedung des 8. Umweltaktions­programm. Außerdem soll in der ersten Jahreshälfte ein neuer Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft vorgestellt werden. Im zweiten Quartal ist die Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ angedacht, um Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft voranzubringen, wobei bis dato keine Reform der Agrarpolitik angedacht ist.

Im dritten Quartal plant die Kommission die Veröffentlichung einer Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität, sowie einer Initiative für nachhaltige Kraftstoffe in der Luft- und Schifffahrt. 

Um die Dekarbonisierung der Energie voranzutreiben, plant die Kommission im dritten Quartal zusätzlich eine Renovierungswelle und eine Strategie zur intelligenten Sektorenintegration im zweiten Quartal.

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European Green Deal beschlossen https://www.zukunftsforumshl.at/2020/01/08/european-green-deal-beschlossen/ Wed, 08 Jan 2020 09:12:30 +0000 https://www.zukunftsforumshl.at/?p=621

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European Green Deal beschlossen

8. Jänner 2020, Redaktion

Ein „klimaneutrales“ Europa: Die EU will bis 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen erreichen, und dieses Ziel in einem „Klimagesetz“ verankern. 

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellte am 11. Dezember den europäischen grünen Deal vor. Dieser wurde unter einigen Vorbehalten vom Europäischen Rat beschlossen und soll den Weg zur Klimaneutralität bis 2050 ebnen. Auch eine Verschärfung der Klimaziele 2030 ist dabei vorgesehen.

Der Europäische Green Deal umfasst zahlreiche Maßnahmen. Zu den wichtigsten Punkten des europäischen grünen Deals gehören:

  • Ein „klimaneutrales“ Europa: Die EU will bis 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen erreichen, und dieses Ziel in einem „Klimagesetz“ verankern. Dieses soll im März 2020 vorgelegt werden. Die Treibhausgasemissionen sollen bis 2030 um 50 bis 55 Prozent (statt der bisherigen 40 Prozent) reduziert werden. Die Kommission plant, alle EU-Rechtsvorschriften zu überprüfen, um sie an die neuen Klimaziele anzupassen – beginnend mit den Richtlinien über erneuerbare Energien und Energieeffizienz, aber auch die Vorschriften zum Emissionshandel und die Verordnung über die Lastenverteilung. Die entsprechenden Vorschläge sollen bis März 2021 im Rahmen eines Pakets vorgelegt werden. Außerdem wird 2020 ein Plan zur „intelligenten Sektorintegration“ vorgestellt, der die Bereiche Strom, Gas und Wärme näher zusammenführt.
  • Gebäude und Renovierung: Dieses Thema soll eines der Vorzeigeprogramme des Green Deal Zentrales Ziel ist es, die Sanierungsrate von Gebäuden „mindestens zu verdoppeln oder gar zu verdreifachen“. Tatsächlich liegt die Rate EU-weit aktuell bei lediglich einem Prozent. Wie die genauere operative Umsetzung aussehen wird, ist noch nicht kommuniziert.
  • Kreislaufwirtschaft: Im März 2020 wird auch ein neuer Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft als Teil einer umfassenderen Industriestrategie der EU vorgelegt. Dazu gehöre eine nachhaltige Produktionspolitik.
  • Finanzen: Damit „niemand im Stich gelassen“ wird, will die Kommission – wie bereits angekündigt – einen Mechanismus für eine gerechte Energiewende einrichten. Damit würden Regionen unterstützt, die aktuell am meisten von fossilen Brennstoffen und der Kohleförderung abhängig sind. Rund 100 Milliarden Euro sollen dafür mobilisiert werden. Diese hundert Milliarden Euro sollen über drei Säulen generiert werden: Ein Fonds für die gerechte Energiewende, der finanzielle Ressourcen aus dem Budget für die EU-Regionalentwicklung erhält; das „InvestEU“-Programm, gespeist mit Geldern der Europäischen Investitionsbank; weitere EIB-Mittel aus dem Eigenkapital der Bank.

Der Europäische Green Deal wurde gegen Ende der 25. UN-Klimakonferenz in Madrid vorgestellt und als Signal für eine ambitionierte Klima- und Energiepolitik Europas interpretiert. Diese war jedoch insgesamt ein Misserfolg. Insbesondere die USA, Brasilien, Saudi-Arabien und Australien, das derzeit eine beispiellose Hitzewelle sowie zerstörerische Waldbrände erlebt, blockierten viele Fortschritte. Die progressiven Staaten wie z.B. die EU oder Costa Rica waren zugleich nicht bereit, schlechte Kompromisse mit kontraproduktiver Wirkung zu beschließen. So musste etwa der Artikel 6 zum Einsatz von Marktmechanismen wieder verschoben werden.

Weiterführende Informationen

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EU positioniert Green New Deal https://www.zukunftsforumshl.at/2019/12/04/eu-positioniert-green-new-deal/ Wed, 04 Dec 2019 17:42:13 +0000 https://www.zukunftsforumshl.at/?p=610

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EU positioniert Green New Deal

4. Dezember 2019, Redaktion

Der Green New Deal versteht der Klimaschutz als Wirtschaftsmotor und wird von der neuen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angeführt.

Zu Beginn der am 2. Dezember gestarteten UN-Klimakonferenz in Madrid (COP 25) konkretisierte die EU-Kommission, angeführt von der neuen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, ihre Klimaschutzpläne und den Green New Deal, der Klimaschutz als Wirtschaftsmotor versteht.

Europa will im Klimaschutz eine Vorreiterrolle wahrnehmen, verdeutlichte die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu Beginn des Klimagipfels in Madrid. Ein Entwurfspapier des „European Green Deal“, sieht unter anderem hervor, dass die Kommission das „Netto-Null“-Emissionsziel bis 2050 in Gesetzesform gießen will. Das Emissionsreduktionsziel bis 2030 soll zudem von 40 auf 50 bis 55 Prozent angehoben werden. Außerdem plant die Kommission eine deutliche Emissionsreduktion im Verkehrsbereich und Neuerungen im Agrarsektor. Auch eine Anpassung des Emissionshandelssystems im Sinne einer Ausweitung auf weitere Sektoren soll Thema sein. Der finale Plan wird kurz vor dem Europäischen Ratstreffen im Dezember veröffentlicht werden. Zur Umsetzung des Plans seien massive Investitionen, konkret etwa eine Billion Euro über die nächsten zehn Jahre, notwendig.

Auch die Europäische Investitionsbank (EIB) beschloss im Verwaltungsrat Mitte November eine Neuausrichtung ihrer Politik. Die Förderbank, die den EU-Staaten gehört und laut Vorgabe der designierten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Klimabank werden soll, wird von 2022 an keine Gaskraftwerke oder -pipelines mehr unterstützen. Die EIB-Gruppe will im entscheidenden Zeitraum 2021 – 2030 Investitionen von einer Billion Euro in Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit fördern, den Anteil ihrer Finanzierungen für Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit bis zum Jahr 2025 schrittweise auf 50 Prozent erhöhen und dieses Niveau danach beibehalten. Die EIB-Gruppe wird bis Ende 2020 alle Finanzierungen auf die Ziele und Grundsätze des Pariser Abkommens ausrichten.

Bei der 25. UN-Vertragsstaatenkonferenz zur Klimarahmenkonvention treffen sich 197 Länder von 2. bis 12. Dezember, um die nächsten Schritte zur Umsetzung des Pariser Klimaüberreinkommens zu beraten. Es gilt, die gemeinsamen Regeln zu klären, nachdem im vergangenen Jahre in Katowice die Gestaltung der Klimapläne der Vertragsstaaten verhandelt wurden. Die große Themen sind, wie der Handel mit CO2-Zertifikaten gestaltet und kontrolliert wird, mit denen Staaten oder Unternehmen ihre CO2-Emissionen mithilfe von Klimaschutzprojekten in anderen Ländern ausgleichen können, und wie die Hilfen für arme Länder aussehen sollen, die vom Klimawandel bereits betroffen sind und entsprechende Verluste und Schäden haben. Zudem wird erwartet, dass es neue Bekenntnisse für eine Verschärfung der nationalen Klimavorhaben gibt. Das Pariser Abkommen tritt nächstes Jahr in Kraft. Die bisherigen Pläne reichen jedoch nicht aus, um den Klimawandel ausreichend abzuschwächen.

Weiterführende Informationen:

Artikel: „Bank der EU: ambitionierte Klimastrategie und neue Finanzierungspolitik im Energiesektor“​

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Heiße Klimapolitikzeit https://www.zukunftsforumshl.at/2019/11/05/heise-klimapolitikzeit/ Tue, 05 Nov 2019 12:46:44 +0000 https://www.zukunftsforumshl.at/?p=593

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Heiße Klimapolitikzeit

5. Oktober 2019, Redaktion

Madrid wird nun Klimagipfel-Gastgeber, nachdem Chile die Austragung der Konferenz abgesagt hatte.

Klimaschutz und Energie bleiben zentrale Themen. Die kommenden Wochen bieten zahlreiche Anlässe. Klimaklage, Klimastreik, die nach Madrid verlegte UN-Klimakonferenz (COP 25) sowie der Word Energy Outlook werden Gelegenheit sein, neben den Regierungsverhandlungen das Thema oben auf der Agenda halten.

Zum Schutz des Klimas erhöhen Umweltorganisationen den Druck auf die Bundesregierung. Weil die Treibhausgasemissionen steigen, bereitet man rechtliche Schritte gegen die zuständigen Ministerien vor. Bis Jahresende werden Klagen gesammelt. Anlass ist, dass Österreich laut Klimaschutzbericht 2017 die EU-Höchstwerte an Treibhausgasemissionen um rund 2,1 Millionen Tonnen überschritten hat. Das Klimaschutz- sowie Finanzausgleichsgesetz sieht vor, dass nach Bekanntwerden der Übertretungen binnen sechs Monaten Sofortmaßnahmen kommen müssen. Geschehen ist das nicht. Greenpeace und das Ökobüro werden nun auf dem Rechtsweg die Behebung der Versäumnisse einklagen. Laut der Umwelt-NGO sieht das Klimaschutzgesetz bei der Überschreitung von gesetzlichen Höchstwerten vor, dass eine Evaluierung von Maßnahmen vorgenommen werden muss und binnen sechs Monaten Verhandlungen über zusätzliche Maßnahmen zu führen sind. Und diese seien seit Jänner 2019 bekannt.

Weiterführende Informationen:

Kurier: „Kaum Klimaschutz: NGOs klagen Staat Österreich“

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Von der Leyen für EU-Klimaneutralität https://www.zukunftsforumshl.at/2019/08/07/von-der-leyen-fur-eu-klimaneutralitat/ Wed, 07 Aug 2019 13:17:18 +0000 https://www.zukunftsforumshl.at/?p=404

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Von der Leyen für EU-Klimaneutralität

7. August 2019, Redaktion

Die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärt Klimaziele zur Priorität.

Die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat in ihrer Bewerbung angekündigt, die Klimaziele weit oben auf der Agenda zu setzen. Klimaneutralität 2050 sei ein Muss. Dies könnte auch mit ambitionierteren Klimazielen für 2030 einhergehen.

Damit erhält das Ziel der Klimaneutralität 2050 neuen Rückenwind. Von der Leyen hat ebenso vorgeschlagen, „das europäische Klimaziel von 40 Prozent auf 50 Prozent erhöhen zu wollen“. Zudem plädierte sie dafür, dass CO2 einen Preis haben müsse. Finnland bemüht sich indes ebenso im Rahmen des EU-Ratsvorsitzes, die Behandlung der Langfrist-Strategie voranzutreiben, um spätestens im Oktober oder Dezember 2019 eine politische Einigung im Europäischen Rat auf eine möglichst ambitionierte Emissionsreduktionsstrategie für die EU zu erreichen. Diese Ziele sind jedoch nicht ohne eine Umlenkung von Investitionen sowie vermehrte Investitionen in allen Gesellschaftsbereichen erreichbar. Dafür ist wiederum die Absicht der EU von Belang, Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Finanzsystem stärker zu verankern. Mit der Vorstellung des über 450 Seiten starken Berichts der von der EU-Kommission eingesetzten Technical Expert Group liegt ein Vorschlag für eine Taxonomie (Klassifizierungssystem) am Tisch, die klärt, welche Aktivitäten als nachhaltig einzuschätzen sind und welche nicht. Der Bericht gilt als Meilenstein in der Diskussion rund um „Sustainable Finance“.

Immer mehr Länder verankern Klimaneutralität in ihren Gesetzen: Großbritannien und Frankreich wollen dieses Ziel bis 2050 erreichen, Finnland gar schon 2035, Island im Jahr 2040 und Schweden 2045. Die Definition von Klimaneutralität lässt zwar einige Spielräume, aber es ist zu erwarten, dass immer mehr Staaten Klimaneutralität in die eigene Gesetzgebung fließen lassen und der Investitionsbedarf steigen wird.

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Vorerst keine Einigung auf 2050-Ziel https://www.zukunftsforumshl.at/2019/07/07/vorerst-keine-einigung-auf-2050-ziel/ Sun, 07 Jul 2019 18:00:51 +0000 https://www.zukunftsforumshl.at/?p=495

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Vorerst keine Einigung auf 2050-Ziel

7. Juli 2019, Redaktion

Bisher wurde in der EU noch kein Konsens beim 2050-Ziel gefunden. Bildquelle: Pixabay

Vorläufig gescheitert sind die Verhandlungen zur Langzeit-Strategie der EU beim Klimaschutz. Beim EU-Rat bekannten sich 22 Staaten zum Ziel der Klimaneutralität 2050. Ein Konsens konnte jedoch nicht erzielt werden. Dennoch rückt Klimaneutralität auch in Österreich stärker in den Fokus.

Beim EU-Rat bekannte sich letztlich auch Österreichs Regierungschefin Brigitte Bierlein zur Position, dass die EU bis 2050 Klimaneutralität erreichen wolle, also nicht mehr Treibhausgase ausgestoßen würden als durch Senken wieder aufgenommen werden würden. Der österreichischen Positionierung ging Unklarheit über die Formulierung voraus. Während man international mit einer Zustimmung Österreichs zum 2050-Ziel rechnete, wurde knapp vor dem EU-Rat die Kompromissformel „bis zur Mitte des Jahrhunderts“ als Position bekannt. Dies wurde beim EU-Rat letztlich noch auf das genaue Jahr angepasst.

Jedenfalls wird das Ziel der Klimaneutralität bzw. CO2-Neutralität auch in Österreich stärker thematisiert. Die ÖVP präsentierte ihr neues Klimaschutzprogramm. Es setzt einerseits stark auf Wasserstoff als Treibstoff im Verkehr. Zugleich sei es Ziel CO2-Neutralität bis zum Jahr 2045 zu schaffen und diese in einen klaren politischen Plan zu übersetzen.

Weiterführende Informationen:

www.politico.eu

www.dieneuevolkspartei.at

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EU: Österreich muss nachbessern https://www.zukunftsforumshl.at/2019/07/07/eu-osterreich-muss-nachbessern/ Sun, 07 Jul 2019 18:00:16 +0000 https://www.zukunftsforumshl.at/?p=491

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EU: Österreich muss nachbessern

7. Juli 2019, Redaktion

Fast alle Mitgliedsstaaten haben zur Erreichung der Klimaziele noch Aufholbedarf – auch Österreich. Bildquelle: Pixabay

Mitte Juni erschien die Analyse der EU-Kommission zu den Entwürfen der Nationalen Klima- und Energiepläne. Nahezu alle Mitgliedsstaaten haben zur Erreichung der Klimaschutzziele Aufholbedarf. Dies gilt auch für Österreich.

Wie angekündigt legte die EU-Kommission am 18. Juni eine Bewertung der Entwürfe für die nationalen Klima- und Energiepläne vor, mit denen die EU-Klimaschutzziele erreicht werden sollen. Dabei wurden alle Regierungen Empfehlungen mitgegeben, in welchen Punkten die Pläne weiterzuentwickeln sind. Bis Jahresende ist eine Überarbeitung vorgesehen. In einigen Bereichen müssen konkrete Maßnahmen zur Zielerreichung nachgeliefert werden, das betrifft u.a. den Abbau umweltschädlicher Subventionen, eine deutliche Nachschärfung bei der Energieeffizienz und eine sozial gerechte Umsetzung der Energietransformation. Deutlichen Nachbesserungsbedarf sieht die EU-Kommission bei der Energieeinsparung. Sowohl die Ziele als auch die Maßnahmen müssen nachgeschärft werden (Empfehlung 3).

Auch das österreichische Klimaforschungsnetzwerk (CCCA) legte am 2. Juli Eckpunkte für einen alternativen Klima- und Energieplan vor, mit dem die internationalen Vereinbarungen erfüllt werden könnten. Die Wissenschaftler plädierten aber dafür, nicht nur das minimale EU-Ziel anzustreben, sondern bereits Maßnahmen einzuleiten, um das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens erreichen zu können. Als vordringlichste Maßnahme werten die Wissenschafter eine ökosoziale Steuerreform, bei der eine CO2-Steuer für den Nichtemissionshandelsbereich in der Höhe von 100 Euro pro Tonne eingeführt werden sollte. Gleichzeitig sollten dafür Lohnkosten gesenkt werden.

Weiterführende Informationen:

ec.europa.eu/energy-strategy-and-energy-union

ec.europa.eu

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