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Wien: Aus für Öl und Gas im Neubau

7. August 2019, Redaktion

Wien schafft Klimaschutz-Gebiete. Neu errichtete Gebäude müssen dort mit erneuerbarer Energie oder Fernwärme ausgestattet werden.

Die Bundeshauptstadt schafft Klimaschutz-Zonen. Neu errichtete Gebäude müssen dort mit erneuerbarer Energie oder Fernwärme ausgestattet werden.

Heizung, Kühlung und Warmwasseraufbereitung von neu errichteten Gebäuden müssen in diesen Klimaschutzgebieten entweder über erneuerbare Energie wie Erdwärme, Solarenergie, Biomasse oder über Fernwärme erfolgen. Betroffen sind alle Neubauten in diesen Gebieten: Geförderter ebenso wie frei finanzierter Wohnbau, Büros, Geschäftslokale, aber auch öffentliche Gebäude wie Schulen oder Kindergärten. 8 von 10 Neubauten in Wien befinden sich bis Mitte 2020 in einem Klimaschutzgebiet. Begonnen wird mit den Bezirken 2, 3, 7 und 16. Danach folgen in mehreren Etappen die weiteren Bezirke. Bis Mitte 2020 sollen dann im gesamten Wiener Stadtgebiet zahlreiche Klimaschutz-Gebiete bestehen.

Mit den Klimaschutzgebieten will Wien klimafreundliche Energieversorgungssysteme zum Standard machen. Möglich wurde die Festlegung von Klimaschutzgebieten durch die Verordnung von Energieraumplänen in der Wiener Bauordnung. Die Verordnungen sind bereits in Vorbereitung und werden bezirksweise erlassen. Dadurch wird per Verordnung im Zuge der Energieraumplanung die Wahl des Heizungs- und Warmwasserbereitungssystems von Neubauten beeinflusst. Bestandsgebäude sind davon nicht berührt. In Zukunft darf zur Beheizung und Warmwasserbereitung eines Neubaus, der innerhalb eines Klimaschutz-Gebietes errichtet wird, nur mehr eines der sogenannten „hocheffizienten, alternativen Systeme“ gemäß Wiener Bauordnung (§ 118 Abs. 3) zum Einsatz kommen. Das sind im Wesentlichen:

  • Anschluss an ein Fern- beziehungsweise Nahwärmenetz, wenn die Energie ganz oder teilweise (mindestens 80 %) aus erneuerbaren Quellen oder aus hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen stammt,
  • Dezentrale Energieversorgungssysteme auf Basis erneuerbarer Energiequellen (Wärmepumpen, Biomasseheizungen, Solarenergie usw.), sofern dabei das Immissionsschutzgesetz Luft (IG-L) berücksichtigt wird,
  • Nutzung von Abwärme,
  • Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, die Strom produzieren und die dabei entstehende Abwärme in ein Wärmenetz speisen.

Die Grundstücke in einem Klimaschutzgebiet können grundsätzlich an die Fernwärme angeschlossen werden. Zudem muss mindestens ein weiteres Heizsystem auf Basis erneuerbarer Energien oder Abwärme realisierbar sein, um Wahlfreiheit sicherzustellen.

Weiterführende Informationen:

Klimaschutz-Gebiete: Aus für fossile Energien im Neubau

Verein Zukunftsforum Sanitär-Heizung-Lüftung
c/o Bundesinnung der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker
Schaumburgergasse 20/4
1040 Wien
Email: info@meineheizung.at

Initiatoren von

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Neues Energieeffizienzprogramm Wien https://www.zukunftsforumshl.at/2019/05/05/neues-energieeffizienzprogramm-wien/ Sun, 05 May 2019 18:00:33 +0000 https://www.zukunftsforumshl.at/?p=459

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Neues Energieeffizienzprogramm Wien

5. Mai 2019, Redaktion

Bei dem neuen Energieeffizienzprogramm der Stadt Wien soll der Fokus auf Gebäude und Mobilität gelegt werden. Bildquelle: Pixabay

Im Rahmen einer Veranstaltung präsentierte die Stadt Wien das SEP 2030, das Städtische Energieeffizienzprogramm. Dabei wird der Fokus auf Gebäude und Mobilität gelegt. Bis zum Jahr 2030 soll der Pro-Kopf-Energieverbrauch in Wien um 30 Prozent sinken.

Mit dem im Jänner 2019 im Gemeinderat beschlossenen, und Mitte April präsentierten Städtischen Energieeffizienzprogramm (SEP 2030) wurde ein umfangreicher Katalog mit 24 Maßnahmenpaketen und über 80 Instrumenten geschnürt. Die wichtigsten Handlungsfelder betreffen die Bereiche Mobilität, Gebäude und den Magistrat. 41 Prozent des Wiener Endenergieverbrauchs werden derzeit für Raumwärme und Warmwasserbereitung eingesetzt – geringfügig mehr als für Mobilität (37 Prozent). Die restlichen 22 Prozent werden für Prozesswärme und elektrische Anwendungen verwendet. Dementsprechend wird im Städtischen Energieeffizienzprogramm SEP 2030 die Aufmerksamkeit primär den Gebäuden und der Mobilität gewidmet, und dabei jenen Maßnahmen im eigenen Kompetenzbereich, die diesen Energieverbrauch nachhaltig reduzieren können. Um nicht nur den Energiebedarf, sondern auch den Energieverbrauch nachhaltig zu senken wird in Zukunft zusätzlich Augenmerk auf Qualitätssicherung kombiniert mit Information gelegt werden. Zu den Maßnahmen zur Sanierung von Wohn- und Dienstleistungsgebäuden gehört die Fortsetzung der Sanierungsinitiative, eine Neuausrichtung des Zielgruppenmarketings, Informationen zur Anpassung der Haustechnik bei/nach umfassender Sanierung und verbesserte Datengrundlagen für Dienstleistungsgebäude. Für Magistratsobjekte werden mittelfristige Sanierungspläne erstellt und umgesetzt.  In diesem Zusammenhang ist ein Aktionsprogramm Heizungsoptimierung durchführen. Bis 2025 sind in allen Magistratsobjekten die Heizungssysteme hydraulisch zu optimieren (z.B. „hydraulischer Abgleich“ oder laufende Fehlerbehebung) mit Priorität auf die Optimierung „auffälliger“ Objekte. Auch in Gemeindebauten wird ein Schwerpunkt auf die Optimierung der Heizungssysteme gelegt.

Verein Zukunftsforum Sanitär-Heizung-Lüftung
c/o Bundesinnung der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker
Schaumburgergasse 20/4
1040 Wien
Email: info@meineheizung.at

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