Zukunftsforum SHL https://www.zukunftsforumshl.at Vereinswebsite Thu, 06 Feb 2020 15:39:17 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://www.zukunftsforumshl.at/wp-content/uploads/2019/08/cropped-flavicon-32x32.gif Zukunftsforum SHL https://www.zukunftsforumshl.at 32 32 Erfreuliche Treibhausgasbilanz 2018 https://www.zukunftsforumshl.at/2020/02/06/erfreuliche-treibhausgasbilanz-2018/ Thu, 06 Feb 2020 15:35:37 +0000 https://www.zukunftsforumshl.at/?p=666

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Erfreuliche Treibhausgasbilanz 2018

6. Februar 2020, Redaktion

Positive Bilanz: Während die Emissionen aus der Verkehrsindustrie um 0,7 % stiegen, verzeichnete der Gebäudesektor eine Emissionsreduktion um 8,3 %.

Die Treibhausgasbilanz 2018 für Österreich ist um rund 3,7 % im Vergleich zum Jahr 2017 gesunken. Damit liegen die Treibhausgas-Emissionen bei 79 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent, jedoch zeigt die Statistik Aufholbedarf in einigen Bereichen auf. Eine Task-Force von Klima- und Finanzministerium soll Maßnahmen erarbeiten.

Das Umweltbundesamt führt die positive Entwicklung der Treibhausgasbilanz besonders auf zwei Bereiche zurück. Zum einen wurde in der Stahlindustrie weniger auf fossile Energieträger zurückgegriffen, da es zu einem Wartungsstillstand eines Hochofens der VOEST kam. Zum anderen gab es einen geringeren Heizenergieeinsatz aufgrund der hohen Temperaturen im Jahr 2018.

Während die Emissionen aus der Verkehrsindustrie um 0,7 % stiegen, verzeichnete der Gebäudesektor eine Emissionsreduktion um 8,3 %. Die signifikante CO2-Reduktion ist auf den Rückgang der Heizgradtage im Gebäudebereich zurückzuführen. Durch die Reduktion von der Verwendung von Heizöl (10 %) und Erdgas (7 %), wurden insgesamt 0,7 Mio. Tonnen eingespart. Aufgrund der Hintergründe ist allerdings keine Trendwende in Sicht, da für 2019 wieder ein leichter Anstieg des Heizöls- und Gasverbrauchs erwartet wird und die Wartung des Hochofens nur ein vorübergehender Zustand war.

Um das EU-Ziel für Österreich bis 2030 zu erreichen und 36 % gegenüber dem Ausstoß von 2005 einzusparen, weist auch die neue Regierung auf wichtige Maßnahmen in den verschiedenen Sektoren hin. Die Ziele sollen u.a. durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, die Sicherstellung von Strom aus rein erneuerbaren Energiequellen und eine Ökologisierung des Steuersystems erreicht werden. Zusätzlich dazu sollen alle neuen Gesetze einem Klimacheck unterzogen werden. Dazu wird in den nächsten Monaten eine Task-Force unter der Leitung von BM Gewessler und BM Blümel eingesetzt, welche Umsetzungsmöglichkeiten untersucht. 

Weiterführende Links:

Treibhausgasbilanz 2018

Artikel im Standard

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David gegen Goliath am Weltwirtschaftsforum – Green Economy im Fokus https://www.zukunftsforumshl.at/2020/02/06/david-gegen-goliath-am-weltwirtschaftsforum-green-economy-im-fokus/ Thu, 06 Feb 2020 15:27:28 +0000 https://www.zukunftsforumshl.at/?p=660

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David gegen Goliath am Weltwirtschaftsforum – Green Economy im Fokus

6. Februar 2020, Redaktion

Im Schweizer Ski-Resort Davos trifft sich die globale Elite.

Beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos war der Kampf gegen den Klimawandel ein zentrales Thema. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft diskutierten in der Schweiz unter dem heurigen Motto „Stakeholder für eine solidarische und nachhaltige Welt.“ Zwei Reports widmen sich dem Potenzial für Arbeitsplätze.

Neben dem vielversprechenden Motto zeigt auch die Organisation, dass das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle spielt. So kommt das Wasser aus Glasflaschen, zu Verfügung gestellte Transportmittel waren hybrid oder elektrisch. Allerdings dominieren dennoch unterschiedliche Ansichten zum Klima und den Bewältigungsstrategien.

Neben diesen Maßnahmen wird die Relevanz des Klimawandels und die daraus resultierenden Möglichkeiten für die Wirtschaft im Rahmen des Weltwirtschaftsforums hervorgehoben. Begleitend zum Forum erschienen der Global Risk Report und ein Report zum Potenzial von zukünftigen Arbeitsplätzen. Im Folgenden kurz die Eckpunkte zu den beiden Reports, deren Relevanz im Rahmen von zukünftigen Bewältigungsstrategien eine wichtige Rolle spielen können:

Global Risk Report

  • Fünf der größten globalen Risiken haben einen Umweltbezug
    • Extreme Wettersituationen beschädigen Eigentum
    • Regierungen und Unternehmen verfehlen wichtige Klimaziele
    • Menschgemachte Umweltzerstörungen und Disaster (Bsp. Radioaktive Verstrahlung, Öl-Verpestung)
    • Abbau der Biodiversität und Zusammenbruch der Ökosysteme
    • Naturkatastrophen (Bsp. Erdbeben, Vulkanausbrüche etc.)

Jobs of Tomorrow Report

  • Technische Fähigkeiten und Fachkräfte stehen im Fokus der zukünftigen Arbeitsplätze.
  • Menschliche Fähigkeiten und ein Netzwerk bleiben ein wichtiger Faktor.
  • Die Unausgeglichenheit zwischen Geschlechtern bleibt auch bei den zukünftigen Arbeitsplätzen bestehen.

Weiterführende Links:

Global Risk Report

Jobs of Tomorrow Report Artikel: Jobs of Tomorrow: Mapping Opportunity in the New Economy

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Das Jahr des Green New Deals https://www.zukunftsforumshl.at/2020/02/06/das-jahr-des-green-new-deals/ Thu, 06 Feb 2020 15:17:06 +0000 https://www.zukunftsforumshl.at/?p=656

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Das Jahr des Green New Deals

6. Februar 2020, Redaktion

Im Dezember hat die EU-Kommission ihre Pläne für einen „Green New Deal“ vorgestellt.

Nach der Vorstellung des Green New Deals im Dezember 2019 blicken nun alle Augen gespannt auf die Umsetzung des ambitionierten Plans der EU-Kommission. Der Frühling 2020 leitet eine erste heiße Phase des Green New Deals ein, an dem die Arbeit der Kommission und ihres Klimaschwerpunkts genau verfolgt wird. Das behandelte Programm basiert auf sechs übergreifenden Zielen.  

Als zentrales Element des Deals für das erste Quartal gilt das Europäische Klimarecht zur Verankerung des Ziels der Klimaneutralität bis 2050 sowie der Schaffung des Fonds für einen gerechten Übergang. Ergänzt wird dieses Vorhaben durch einen Investitionsplan für den europäischen Grünen Deal, welcher Investitionen von 100 Milliarden Euro pro Jahr bis 2030 vorsieht. Mit Blick auf die diesjährige Klimakonferenz COP26 will die Kommission zudem einen Klimazielplan für 2030 (Q3/2020) entwickeln. 

Ein zweites großes Vorhaben der Kommission im ersten Quartal ist die Vorstellung der EU-Biodiversitätsstrategie für 2030, gemeinsam mit der Verabschiedung des 8. Umweltaktions­programm. Außerdem soll in der ersten Jahreshälfte ein neuer Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft vorgestellt werden. Im zweiten Quartal ist die Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ angedacht, um Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft voranzubringen, wobei bis dato keine Reform der Agrarpolitik angedacht ist.

Im dritten Quartal plant die Kommission die Veröffentlichung einer Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität, sowie einer Initiative für nachhaltige Kraftstoffe in der Luft- und Schifffahrt. 

Um die Dekarbonisierung der Energie voranzutreiben, plant die Kommission im dritten Quartal zusätzlich eine Renovierungswelle und eine Strategie zur intelligenten Sektorenintegration im zweiten Quartal.

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Regierungsübereinkommen Steiermark https://www.zukunftsforumshl.at/2020/01/08/regierungsubereinkommen-steiermark/ Wed, 08 Jan 2020 09:17:40 +0000 https://www.zukunftsforumshl.at/?p=624

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Regierungsübereinkommen Steiermark

8. Jänner 2020, Redaktion

Anders als im Bund sind in der Steiermark nur 22 Tage nach der Wahl die Machtverhältnisse geklärt. 

Mitte Dezember gab Landeshauptmann Schützenhöfer die Koalitionsvereinbarung mit der SPÖ bekannt. Auch darin sind einige klimarelevante Punkte enthalten, jedoch relativ wenig davon mit unmittelbarem Energieeffizienzbezug.

Sowohl ÖVP als auch SPÖ setzen in ihren Teams weitgehend auf Kontinuität. Anton Lang war nach dem Rücktritt von Michael Schickhofer als SPÖ-Chef gefolgt und ist nun stellvertretender Landeshauptmann. Er wird Finanz- und Verkehrslandesrat, Ursula Lackner ist zukünftig für Umwelt und Klimaschutz verantwortlich. Die steirische Regierung will ein Klimakabinett einrichten, das Klimathematiken ressortübergreifend koordiniert und zusammenführt sowie den direkten Austausch mit Experten gewährleistet. Zudem soll ein unbürokratischer Klimacheck neue Gesetze, Verordnungen und Förderprogramme auf ihre Kompatibilität mit den Klimazielen zu prüfen. Mit einer „Klimaprämie“ soll die Steigerung der Investitionsbereitschaft bei der Emissionsreduktion ähnlich dem „Handwerkerbonus“ auf Bundesebene erreicht werden. Bestätigt werden die Klimaziele des Landes Steiermark für 2030 (minus 36 % Treibhausgasemissionen, plus 30 % Effizienzsteigerung; plus 40 % Anteil erneuerbarer Energie). Die Landesregierung bekennt sich zum forcierten sozialverträglichen Ausstieg aus fossilen Heizenergiequellen. Gefordert wird vom Bund, dass klimaschützende Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden in der Höhe von maximal 100.000 Euro pro Baueingriff und Baueinheit zu 50 % im Rahmen des Einkommenssteuergesetzes als Sonderausgabe abgesetzt werden.

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European Green Deal beschlossen https://www.zukunftsforumshl.at/2020/01/08/european-green-deal-beschlossen/ Wed, 08 Jan 2020 09:12:30 +0000 https://www.zukunftsforumshl.at/?p=621

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European Green Deal beschlossen

8. Jänner 2020, Redaktion

Ein „klimaneutrales“ Europa: Die EU will bis 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen erreichen, und dieses Ziel in einem „Klimagesetz“ verankern. 

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellte am 11. Dezember den europäischen grünen Deal vor. Dieser wurde unter einigen Vorbehalten vom Europäischen Rat beschlossen und soll den Weg zur Klimaneutralität bis 2050 ebnen. Auch eine Verschärfung der Klimaziele 2030 ist dabei vorgesehen.

Der Europäische Green Deal umfasst zahlreiche Maßnahmen. Zu den wichtigsten Punkten des europäischen grünen Deals gehören:

  • Ein „klimaneutrales“ Europa: Die EU will bis 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen erreichen, und dieses Ziel in einem „Klimagesetz“ verankern. Dieses soll im März 2020 vorgelegt werden. Die Treibhausgasemissionen sollen bis 2030 um 50 bis 55 Prozent (statt der bisherigen 40 Prozent) reduziert werden. Die Kommission plant, alle EU-Rechtsvorschriften zu überprüfen, um sie an die neuen Klimaziele anzupassen – beginnend mit den Richtlinien über erneuerbare Energien und Energieeffizienz, aber auch die Vorschriften zum Emissionshandel und die Verordnung über die Lastenverteilung. Die entsprechenden Vorschläge sollen bis März 2021 im Rahmen eines Pakets vorgelegt werden. Außerdem wird 2020 ein Plan zur „intelligenten Sektorintegration“ vorgestellt, der die Bereiche Strom, Gas und Wärme näher zusammenführt.
  • Gebäude und Renovierung: Dieses Thema soll eines der Vorzeigeprogramme des Green Deal Zentrales Ziel ist es, die Sanierungsrate von Gebäuden „mindestens zu verdoppeln oder gar zu verdreifachen“. Tatsächlich liegt die Rate EU-weit aktuell bei lediglich einem Prozent. Wie die genauere operative Umsetzung aussehen wird, ist noch nicht kommuniziert.
  • Kreislaufwirtschaft: Im März 2020 wird auch ein neuer Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft als Teil einer umfassenderen Industriestrategie der EU vorgelegt. Dazu gehöre eine nachhaltige Produktionspolitik.
  • Finanzen: Damit „niemand im Stich gelassen“ wird, will die Kommission – wie bereits angekündigt – einen Mechanismus für eine gerechte Energiewende einrichten. Damit würden Regionen unterstützt, die aktuell am meisten von fossilen Brennstoffen und der Kohleförderung abhängig sind. Rund 100 Milliarden Euro sollen dafür mobilisiert werden. Diese hundert Milliarden Euro sollen über drei Säulen generiert werden: Ein Fonds für die gerechte Energiewende, der finanzielle Ressourcen aus dem Budget für die EU-Regionalentwicklung erhält; das „InvestEU“-Programm, gespeist mit Geldern der Europäischen Investitionsbank; weitere EIB-Mittel aus dem Eigenkapital der Bank.

Der Europäische Green Deal wurde gegen Ende der 25. UN-Klimakonferenz in Madrid vorgestellt und als Signal für eine ambitionierte Klima- und Energiepolitik Europas interpretiert. Diese war jedoch insgesamt ein Misserfolg. Insbesondere die USA, Brasilien, Saudi-Arabien und Australien, das derzeit eine beispiellose Hitzewelle sowie zerstörerische Waldbrände erlebt, blockierten viele Fortschritte. Die progressiven Staaten wie z.B. die EU oder Costa Rica waren zugleich nicht bereit, schlechte Kompromisse mit kontraproduktiver Wirkung zu beschließen. So musste etwa der Artikel 6 zum Einsatz von Marktmechanismen wieder verschoben werden.

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Neue Bundesregierung angelobt https://www.zukunftsforumshl.at/2020/01/08/neue-bundesregierung-angelobt/ Wed, 08 Jan 2020 08:49:53 +0000 https://www.zukunftsforumshl.at/?p=615

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Neue Bundesregierung angelobt

8. Januar 2020, Redaktion

Die neue Bundesregierung bei der Angelobung.

Nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP und Grünen bzw. dem Beschluss des Regierungsabkommens durch die beiden Parteien, wurde am 7. Jänner die neue Regierung angelobt. Klimaschutz ist dabei ein wichtiger Schwerpunkt. Neue verantwortliche Ministerin wird Leonore Gewessler von den Grünen.

Die Agenden des neuen Umwelt- bzw. Nachhaltigkeitsministeriums umfasst unter anderem Klimaschutz und Energie sowie zentrale Innovations- und Infrastrukturbereiche inkl. Mobilität. Formal sind die Kompetenzen noch im Ministeriengesetz vom Nationalrat zu beschließen. Das Regierungsübereinkommen beinhaltet eine Vielzahl an Vorhaben und einige ambitionierte Zielsetzungen, u.a. das Erreichen von Klimaneutralität bis zum Jahr 2040. Auch die Governance der Klimapolitik wird auf neue Beine gestellt, insbesondere durch eine Weiterentwicklung des Klimaschutzgesetzes, der Einrichtung eines Klimakabinetts, Verantwortlichkeiten zwischen Bund und Ländern bei der Zielerreichung und der Einbeziehung von Expert/innen, deren Vorschläge stärker in Politikentscheidungen und Maßnahmen einfließen sollen. Dabei soll auch der Nationale Energie- und Klimaplans (NEKP) nachgebessert werden. Dieser wurde durch die Übergangsregierung vor Weihnachten trotz heftiger Kritik von Umweltschutzorganisationen im Ministerrat beschlossen. Mit den Vorgaben des NEKP können jedoch nach Experteneinschätzung nicht ausreichend Emissionen (27 % statt 36 % für das derzeitige Reduktionsziel 2030) eingespart werden. Die zahlreichen gebäude- bzw. sanierungsbezogenen Maßnahmen im Regierungsprogramm sind insbesondere im Klimaschutz-Kapitel, jedoch auch bei Finanzen und im Bereich Wohnen/Justiz zu finden. Dazu gehören u.a.:

  • Erhöhung der Sanierungsrate in Richtung des Zielwerts von 3 %: Geplant ist u.a. eine langfristige und mit den Bundesländern koordinierte Förderoffensive des Bundes und die Einführung eines sozialverträglichen Sanierungsgebots für sich rasch amortisierende Maßnahmen wie bspw. die Dämmung der obersten Geschoßdecke, begleitet durch geförderte Beratungen sowie spezielle Förderangebote sowie Förderprogramme für die thermisch-energetische Sanierung von Nutzgebäuden.
  • Steigerung der Sanierungsqualität und damit rasche Verbrauchsreduktion und Kostenersparnis für die Haushalte, insbesondere durch Erstellung eines Sanierungskonzepts bei jeder geplanten größeren Renovierungsmaßnahme (nach Vorbild Energieausweis), mit dem Ziel, sinnvolle Sanierungsabfolgen zu gewährleisten und für maximale Verbrauchsreduktion zu möglichst geringen Kosten zu sorgen.
  • weitgehender Verzicht auf die Verbrennung von Heizöl, Kohle und fossilem Gas für die Bereitstellung von Wärme und Kälte; geplant ist ein Phase-out von Öl und Kohle im Gebäudesektor. Zur Vermeidung sozialer Härtefälle werden alle Maßnahmen durch eine langfristig angelegte, degressiv gestaltete und sozial gestaffelte Förderung flankiert: für den Neubau ab 2020, bei Heizungswechsel ab 2021, einen verpflichtenden Austausch von Kesseln älter als 25 Jahre ab 2025 und allen Kesseln spätestens im Jahr 2035
  • Analog zum Stufenplan Öl und Kohle in der Raumwärme werden die gesetzlichen Grundlagen zum Ersatz von Gasheizsystemen geschaffen: Im Neubau sind ab 2025 keine Gaskessel/Neuanschlüsse mehr zulässig. Kein weiterer Ausbau von Gasnetzen zur Raumwärmeversorgung, ausgenommen Verdichtung innerhalb bestehender Netze.
  • Wärmestrategie erstellen: In enger Zusammenarbeit mit den Bundesländern erarbeitet die Bundesregierung eine österreichische Wärmestrategie mit der Zielsetzung der vollständigen Dekarbonisierung des Wärmemarktes. Aufbauend auf die bisherige Arbeit – die #mission2030 und den Nationalen Energie- und Klima-Plan – sollen Maßnahmen u.a. zur Steigerung der Energieeffizienz (speziell im Wohnbau) gesetzt werden.

Das Regierungsprogramm beinhaltet weiters die Novellierung des Energieeffizienzgesetzes auf Basis der folgenden Grundsätze:

  • Einsparungen werden weiterhin mit einer Kombination aus strategischen Maßnahmen (Steuerrecht, Ordnungsrecht, Förderungen) und einer Verpflichtung der Energielieferanten, Einsparmaßnahmen zu setzen, erzielt.
  • Die Einsparverpflichtung wird um die Möglichkeit einer Ersatzzahlungsleistung in einen Fonds ergänzt. Aufgebrachte Mittel fließen zur Finanzierung von Energieeffizienzmaßnahmen in Haushalten (mit besonderer Berücksichtigung sozialer Härtefälle) der UFI (inländische Umweltförderung) zu. Der Katalog anrechenbarer Maßnahmen soll deutlich eingeschränkt auf Maßnahmen, die auf Basis einer fachlich verbesserten Berechnungsbasis belegbare Energiereduktionen gewährleisten. Der Wechsel zu Technologien auf Basis fossiler Energieträger soll keine anrechenbaren Maßnahmenfelder mehr darstellen. Die Abwicklung soll möglichst unbürokratisch erfolgen.

Im Kapitel „Wohnen“ (Bereich Justiz) ist die Erhöhung bzw. Schaffung neuer Abschreibungsmöglichkeiten für Neubauten und Sanierung vorgesehen sowie die Überarbeitung der Anforderungen an den sozialen und geförderten Wohnbau in den Bauordnungen mit dem Ziel, dass Wohnraum unter Anwendung ökologischer Maßnahmen besser leistbar wird. Unter Beteiligung von Bürgern, Experten, Ländern und Gemeinden, der Zivilgesellschaft, Kammern und Interessenvertretungen wird im Rahmen parlamentarischer Instrumente (z.B. Wohnraum-Enquete, Dialogforen) das Wohnrecht (MRG, WGG, WEG, ABGB, WBF) reformiert, damit mehr sozialer Ausgleich, ökologische Effizienz sowie mehr Rechtssicherheit und Wirtschaftlichkeit geschaffen wird. Bei der Novellierung des Mietrechts soll u.a. die Ökologisierung forciert werden. Weiters vorgesehen ist die Stärkung der Sanierung in der Wohnbauförderung.

Im wichtigen Bereich der „Ökosozialen Steuerreform“ ist eine Task Force vorgesehen, die Vorschläge für eine Steuerreform 2022 machen soll. Geplant ist die Ausarbeitung sektoral differenzierter Entlastungsmaßnahmen für Unternehmen und Private, um sicherzustellen, dass es keine Mehrbelastungen für die Wirtschaft und für Private gibt, unter Berücksichtigung vorhandener Umstiegsmöglichkeiten, sektoraler Auswirkungen, regionaler Unterschiede der Lebensverhältnisse und sozialer Abfederung bei gleichzeitiger Wahrung des CO2-Lenkungseffektes. Dass die Entlastung (Senkung der Unternehmenssteuern sowie die Lohnsteuertarifsenkung) nun vor der ökologischen Steuerreform umgesetzt wird, stößt bei Experten auf Kritik bzw. auf die Befürchtung, dass diese letztlich nicht in entsprechend notwendigem Umfang kommt.

Im Kapitel Finanz sind Investitionsanreize für Sanierungen und Neubau (insbesondere auch durch Abschluss eines neuen Finanzausgleichs ab 2022) geplant. Österreich soll in die Lage versetzt werden, europäischer Spitzenreiter bei Energieeffizienz und der Verwendung von ökologischen Baustoffen zu werden. Die Länder sollen klimarelevante Maßnahmen in den Bauordnungen implementieren.

Weiterführende Informationen

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EU positioniert Green New Deal https://www.zukunftsforumshl.at/2019/12/04/eu-positioniert-green-new-deal/ Wed, 04 Dec 2019 17:42:13 +0000 https://www.zukunftsforumshl.at/?p=610

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EU positioniert Green New Deal

4. Dezember 2019, Redaktion

Der Green New Deal versteht der Klimaschutz als Wirtschaftsmotor und wird von der neuen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angeführt.

Zu Beginn der am 2. Dezember gestarteten UN-Klimakonferenz in Madrid (COP 25) konkretisierte die EU-Kommission, angeführt von der neuen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, ihre Klimaschutzpläne und den Green New Deal, der Klimaschutz als Wirtschaftsmotor versteht.

Europa will im Klimaschutz eine Vorreiterrolle wahrnehmen, verdeutlichte die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu Beginn des Klimagipfels in Madrid. Ein Entwurfspapier des „European Green Deal“, sieht unter anderem hervor, dass die Kommission das „Netto-Null“-Emissionsziel bis 2050 in Gesetzesform gießen will. Das Emissionsreduktionsziel bis 2030 soll zudem von 40 auf 50 bis 55 Prozent angehoben werden. Außerdem plant die Kommission eine deutliche Emissionsreduktion im Verkehrsbereich und Neuerungen im Agrarsektor. Auch eine Anpassung des Emissionshandelssystems im Sinne einer Ausweitung auf weitere Sektoren soll Thema sein. Der finale Plan wird kurz vor dem Europäischen Ratstreffen im Dezember veröffentlicht werden. Zur Umsetzung des Plans seien massive Investitionen, konkret etwa eine Billion Euro über die nächsten zehn Jahre, notwendig.

Auch die Europäische Investitionsbank (EIB) beschloss im Verwaltungsrat Mitte November eine Neuausrichtung ihrer Politik. Die Förderbank, die den EU-Staaten gehört und laut Vorgabe der designierten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Klimabank werden soll, wird von 2022 an keine Gaskraftwerke oder -pipelines mehr unterstützen. Die EIB-Gruppe will im entscheidenden Zeitraum 2021 – 2030 Investitionen von einer Billion Euro in Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit fördern, den Anteil ihrer Finanzierungen für Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit bis zum Jahr 2025 schrittweise auf 50 Prozent erhöhen und dieses Niveau danach beibehalten. Die EIB-Gruppe wird bis Ende 2020 alle Finanzierungen auf die Ziele und Grundsätze des Pariser Abkommens ausrichten.

Bei der 25. UN-Vertragsstaatenkonferenz zur Klimarahmenkonvention treffen sich 197 Länder von 2. bis 12. Dezember, um die nächsten Schritte zur Umsetzung des Pariser Klimaüberreinkommens zu beraten. Es gilt, die gemeinsamen Regeln zu klären, nachdem im vergangenen Jahre in Katowice die Gestaltung der Klimapläne der Vertragsstaaten verhandelt wurden. Die große Themen sind, wie der Handel mit CO2-Zertifikaten gestaltet und kontrolliert wird, mit denen Staaten oder Unternehmen ihre CO2-Emissionen mithilfe von Klimaschutzprojekten in anderen Ländern ausgleichen können, und wie die Hilfen für arme Länder aussehen sollen, die vom Klimawandel bereits betroffen sind und entsprechende Verluste und Schäden haben. Zudem wird erwartet, dass es neue Bekenntnisse für eine Verschärfung der nationalen Klimavorhaben gibt. Das Pariser Abkommen tritt nächstes Jahr in Kraft. Die bisherigen Pläne reichen jedoch nicht aus, um den Klimawandel ausreichend abzuschwächen.

Weiterführende Informationen:

Artikel: „Bank der EU: ambitionierte Klimastrategie und neue Finanzierungspolitik im Energiesektor“​

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Regierungsübereinkommen Vorarlberg https://www.zukunftsforumshl.at/2019/12/04/regierungsubereinkommen-vorarlberg/ Wed, 04 Dec 2019 17:26:41 +0000 https://www.zukunftsforumshl.at/?p=606

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Regierungsübereinkommen Vorarlberg

4. Dezember 2019, Redaktion

„Unser Vorarlberg –chancenreich und nachhaltig“: So lautet das zentrale Motto des Arbeitsübereinkommens der künftigen Landesregierung für die Jahre 2019 bis 2024.

Während es auf Bundesebene noch keine Ergebnisse aus den Verhandlungen zwischen ÖVP und GRÜNEN gibt, haben sich die beiden Parteien in Vorarlberg rasch auf ein neues Arbeitsübereinkommen geeinigt. Es setzt auf Kontinuität und auch im Klima-/Energiebereich einen Schwerpunkt.

Das von Landeshauptmann Wallner und dem Chef der Vorarlberger GRÜNEN, Johannes Rauch, vorgestellte Arbeitsübereinkommen betont insbesondere die wirtschaftlichen Chancen durch Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Die Strategie der Energieautonomie 2050 soll fortgesetzt werden und der Prozess Energieautonomie 2020 in eine neue Phase 2030 mit neuem Maßnahmenplan übergeführt. Bei der Umsetzung werden folgende Etappenziele angepeilt: Im Sinne des Klimaschutzes soll eine 40-%-Reduktion der Treibhausgase bis 2030 gegenüber 2005 erreicht werden. Der Anteil erneuerbarer Energieträger für Strom, Raumwärme sowie Warmwasseraufbereitung soll 2030 mindestens 50 % des Gesamtendenergiebedarfs betragen. Mobilität soll einen wichtigen Beitrag leisten mit einer 36 %-igen CO2-Reduktion. Zudem soll bis 2030 das Ziel 100 % erneuerbare Energien in der Stromversorgung erreicht werden.

Für den Gebäudebestand wird eine Sanierungsrate von rund 3 % bei gleichzeitig hoher Sanierungsqualität angestrebt. Zur Sicherstellung der Sanierungsqualität soll die Wohnbauförderung konsequent auf hochwertige umfassende Sanierungen ausgerichtet werden. In Kombination mit umfassenden Sanierungen soll auch eine Umstellung von Heizsystemen auf erneuerbare Energieträger sichergestellt werden. Umfassende Sanierungen werden auch künftig in mehrjährigen Teilschritten möglich sein. Grundlage dazu bilden vom Land geförderte Gesamtsanierungskonzepte. Rechtliche Hürden für Sanierungen sollen durchforstet und gemeinsam mit dem Bund bereinigt werden. Ab 2021 soll ein Stopp der Installation von Ölkesseln baurechtlich verankert werden. Auch bei Erneuerung von Heizungsanlagen sollen keine Ölfeuerungsanlagen mehr zum Einsatz kommen. Die bestehenden Ölkessel (derzeit ca. 27.000) werden sukzessive bis 2030 halbiert werden und durch Anlage auf Basis erneuerbarer Energieträger ersetzt werden. Begleitend soll ein mehrjähriges Informations-, Beratungs-und Förderprogramm implementiert werden.

Weiterführende Informationen:

Arbeitsprogramm 2019 – 2024

Regierungsprogramm 2019 – 2024

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Wärmewirtschaft für Klimamaßnahmen https://www.zukunftsforumshl.at/2019/12/04/warmewirtschaft-fur-klimamasnahmen/ Wed, 04 Dec 2019 17:13:44 +0000 https://www.zukunftsforumshl.at/?p=602

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Wärmewirtschaft für Klimamaßnahmen

4. Dezember 2019, Redaktion

Klimasektionschef Jürgen Schneider (2. v. l.) nahm den Neun-Punkte-Katalog der Verbände Austria Solar, Erneuerbare Energie Österreich, Österreichische Vereinigung des Sanitär- und Heizungsgroßhandels, Pro Pellets, VIZ, Wärmepumpe Austria und dem Zukunftsforum SHL begrüßend entgegen. Fotograf: Leo Hagen

Die Heizungsmodernisierung gehört zu den wichtigsten Hebeln für Klimaschutz in den eigenen vier Wänden. Das ist eine der wichtigsten Botschaften eines Appells zahlreicher Verbände der Wärmewirtschaft an die Politik. Ein konkreter Maßnahmenkatalog dient als Orientierungspunkt.

Anlässlich der laufenden Koalitionsgespräche richteten sieben Verbände der Wärmewirtschaft einen dringenden Appell an die politischen Vertreter, wirksame energie- und klimapolitische Ziele und Maßnahmen im kommenden Regierungsprogramm zu verankern. Die gemeinsame Erklärung wurde am 20. November an Sektionschef Jürgen Schneider vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus übergeben. In dem Neun-Punkte-Forderungspaket wollen die Verbände u.a. eine Verbesserung des Fördersystems. Darüber hinaus sollten die Förderungen auf Bundes- und Landesebene unbürokratisch und zentral über ein Webportal zu beantragen sein, modulartig (also auch auf Einzelmaßnahmen ausgerichtet) und ergebnisorientiert im Sinne einer CO2-Senkung strukturiert sein sowie mindestens 30 Prozent der Investitionen abdecken.

Weiter sollen eine Kombination aus steuerlichen Anreizen und ordnungsrechtlichen Maßnahmen einen entsprechenden Marktimpuls schaffen. Eine intelligent gestaltete, aufkommensneutrale Steuer- und Abgabenreform als sinnvollste und letztlich unvermeidbare Maßnahme wird ergänzt durch eine Verkürzung der Abschreibedauer neuer Heizungsanlagen. Empfohlen wird zudem die Senkung des Mehrwertsteuersatzes für nachhaltige Heizinvestitionen, während die derzeitige Förderung von Heizöl durch den erniedrigten Mineralölsteuersatz schrittweise abzubauen ist. Gleichzeitig tritt die Branche den verpflichtenden Austausch veralteter Heizanlagen flankiert durch einen „Heizungs-Check“ aller Geräte in Österreich ein. Hierfür wird als sinnvoll erachtet, eine bundesweite Heizungsdatenbank zu etablieren. Weiters wurde ein konkretes Maßnahmenbündel für sozial schwächer gestellte Haushalte vorgestellt, wie z.B. zinslose Darlehen, flexible Leasingmodelle und Haftungsübernahmen zur Refinanzierung von Energiesparmaßnahmen. Eine Verbesserung der Energieberatung sowie eine breit aufgestellte Aus- und Weiterbildungsoffensive sind ebenso Teil der Vorschläge.

Der im Vorfeld des Forderungspapiers abgehaltene Runde Tisch Wärmewirtschaft ist eine Plattform zahlreicher österreichischer Verbände der Wärmewirtschaft, die sich auf Initiative des Zukunftsforum SHL dem Austausch und der Koordination klimapolitischer Aktivitäten widmet. Sieben dieser Verbände haben sich auf einen „Maßnahmenkatalog für eine zukunftsfähige Wärmewirtschaft“ geeinigt: Austria Solar, Erneuerbare Energie Österreich, Österreichische Vereinigung des Sanitär- und Heizungsgroßhandels, Pro Pellets, VIZ (Verband der Installationszulieferindustrie), Wärmepumpe Austria und das Zukunftsforum SHL.

Weiterführende Informationen:

OTS-Presseaussendung

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Heiße Klimapolitikzeit https://www.zukunftsforumshl.at/2019/11/05/heise-klimapolitikzeit/ Tue, 05 Nov 2019 12:46:44 +0000 https://www.zukunftsforumshl.at/?p=593

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Heiße Klimapolitikzeit

5. Oktober 2019, Redaktion

Madrid wird nun Klimagipfel-Gastgeber, nachdem Chile die Austragung der Konferenz abgesagt hatte.

Klimaschutz und Energie bleiben zentrale Themen. Die kommenden Wochen bieten zahlreiche Anlässe. Klimaklage, Klimastreik, die nach Madrid verlegte UN-Klimakonferenz (COP 25) sowie der Word Energy Outlook werden Gelegenheit sein, neben den Regierungsverhandlungen das Thema oben auf der Agenda halten.

Zum Schutz des Klimas erhöhen Umweltorganisationen den Druck auf die Bundesregierung. Weil die Treibhausgasemissionen steigen, bereitet man rechtliche Schritte gegen die zuständigen Ministerien vor. Bis Jahresende werden Klagen gesammelt. Anlass ist, dass Österreich laut Klimaschutzbericht 2017 die EU-Höchstwerte an Treibhausgasemissionen um rund 2,1 Millionen Tonnen überschritten hat. Das Klimaschutz- sowie Finanzausgleichsgesetz sieht vor, dass nach Bekanntwerden der Übertretungen binnen sechs Monaten Sofortmaßnahmen kommen müssen. Geschehen ist das nicht. Greenpeace und das Ökobüro werden nun auf dem Rechtsweg die Behebung der Versäumnisse einklagen. Laut der Umwelt-NGO sieht das Klimaschutzgesetz bei der Überschreitung von gesetzlichen Höchstwerten vor, dass eine Evaluierung von Maßnahmen vorgenommen werden muss und binnen sechs Monaten Verhandlungen über zusätzliche Maßnahmen zu führen sind. Und diese seien seit Jänner 2019 bekannt.

Weiterführende Informationen:

Kurier: „Kaum Klimaschutz: NGOs klagen Staat Österreich“

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